BUND Eisenach und Wartburgkreis
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Der Krötenschutzzaun an der B88 in Thal steht - jetzt können die Amphibien kommen

01. März 2025 | Lebensräume, Flüsse & Gewässer

Amphibienzaun in Thal bei Ruhla wird zu Beginn der frostfreien Witterung aufgebaut

Naturfreunde errichten den Schutzzaun am Abschnitt „Seebacher Straße“

Am 01. März 2025 trafen sich 18 Naturschutzfreunde am Ortsausgang Thal (Richtung Seebach), um südseitig der stark frequentierten Bundesstraße (B88) 500 Meter Amphibienschutzzaun in zwei Abschnitten zu errichten. Der längere Abschnitt befindet sich zwischen Netto-Markt und Bushaltestelle Eiche, der kürzere an der ostseitigen Einmündung der Seebacher Straße in die B88 sowie an der B88 in Richtung Seebach. Hinzu kommen etwa Mitte März noch 100 Meter Schutzzaun direkt am Laichgewässer „Barliserloch“, um die Rückwanderung der Alttiere abzusichern. Die alljährliche Amphibienwanderzeit beginnt, sobald die Temperatur bei feuchter Witterung rund um die Uhr mindestens 6 Grad Celsius beträgt. In diesem Jahr konnte der mobile Amphibien-schutzzaun an der B88 zu Beginn der frostfreien Witterung, zwei Wochen später als „üblich“ aufgebaut  werden.

In Thal streben die wechselwarmen Amphibien (hauptsächlich Erdkröten, wenige Berg- und Fadenmolche und nur vereinzelt Grasfrösche) vom Rögis und Scharfenberg zum Krebsbachtal mit dem Laichgewässer „Barliserloch“ zu, wobei sie die B88 überqueren müssen. Der Schutzzaun musste zeitnah errichtet werden, um die Tiere auf ihrer Hinwanderung vor dem Verkehrstod zu bewahren, da bei weniger als 50 km/h die  Erdkröten vom Sog der  darüber- oder vorbeifahrenden Fahrzeuge erfasst  und  damit verletzt oder getötet werden  könnten.

Text und Fotos: Olaf Busch

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