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20. April 2017

Amphibienschutzzaun an der B88 in Thal abgebaut

Foto: BUND Wartburgkreis, K. Fink

Die Krötenwandersaison 2017 ist beendet. Deshalb bauten Mitglieder des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Kreisverband Wartburgkreis & Eisenach, sowie Mitglieder von Angelverein Hörseltal und weitere engagierte Einheimische den rund 600 Meter langen Amphibienschutzzaun in Thal an der Bundesstraße (B) 88 wieder ab.


Der Zaunabbau unter Regie von Ronny Füldner (IG Fledermausschutz und -forschung), bei dem am Karfreitag 14 Engagierte mithalfen, ging recht schnell vonstatten. Allen am Auf- und Abbau des Krötenzaunes sowie an der täglichen Eimerkontrolle Beteiligten spricht der BUND Kreisverband hiermit seinen großen Dank und dickes Lob aus.


Inzwischen liegen die Zahlen zu den zwischen 11. März und 14. April an der B88 geretteten Amphibien vor: Insgesamt 290 Erdkröten und zwei Grasfrösche haben Ronny Füldner und seine Mitstreiter in der Statistik erfasst. Die Tiere hatten sich an den wenigen Regentagen in den Eimern gesammelt. Damit scheint zumindest die Erdkröten-Population gegenüber 2016 (237 Tiere) nicht weiter rückläufig zu sein.


Noch vor einigen Jahren wurden vom Heimatverein Thal regelmäßig mehr als 1000 Kröten pro Wandersaison eingesammelt; für den Rückgang in den letzten Jahren macht der BUND vor allem die überwiegend knochentrockene Witterung zur Krötenwandersaison verantwortlich.


Der Erhalt der Amphibien-Population in Thal, die Erdkröten kommen hauptsächlich aus dem Gebiet des Scharfenberges und wandern zum „Balliser Loch“, ist seit 2017 Projekt unter Federführung des BUND im Rahmen des Natur- und Landschaftsprogramms (NALAP) des Freistaates Thüringen. Die Statistik 2017 ist Grund genug, auch in den nächsten Jahren für den Erhalt der Population weiter am Ball zu bleiben. Dazu reift derzeit auch eine Idee, südseitig der B88 ein geeignetes Laichrefugium zu schaffen, damit die Amphibien die B88 gar nicht erst überqueren müssen. Hierbei müssten allerdings noch weitere Beteiligte eingebunden werden und vor allem die Bedingungen stimmen, damit diese Idee funktionieren kann.


K. Fink

BUND-Ortsgruppe Behringen-Craula gegründet

Neuer Ortsverband Behringen-Craula (Foto: K. Fink)

Hütscheroda. In der Osterwoche 2014 gründeten sieben Mitglieder des BUND Eisenach-Wartburgkreis die BUND Ortsgruppe Behringen-Craula. Sie ist ab sofort eine weitere Untergliederung des BUND-Kreisverbandes sowie des BUND Landesverbandes Thüringen. Zum Vorsitzenden wurde Wolfgang Zott (Apotheker und Mitglied im Gemeinderat) gewählt, zum stellvertretenden Vorsitzenden Pfarrer Uwe Kempe. Thomas Mölich, Leiter des BUND-Artenschutzprojektes „Rettungsnetz für die Wildkatze“, wurde zum Beisitzer gewählt; der studierte Wildbiologe ist mit seiner hohen naturschutzfachlichen Kompetenz und langjährigen Erfahrung weit über Thüringens Grenzen hinaus geschätzt. An der Gründung wirkte auch Klaus Fink in seiner Ehrenamtsfunktion als Vorstandsmitglied des BUND Kreisverbandes Wartburgkreis & Eisenach mit.

Auf ihrer ersten Zusammenkunft lieferten die Versammelten, einige von ihnen traten spontan dem BUND als Mitglied bei, bereits konkrete Vorschläge, welche Projekte im Rahmen des ehrenamtlichen Naturschutzes vor Ort angekurbelt und umgesetzt werden könnten. Dabei sei es wichtig, weitere Verbündete zu finden, Fördermittel zu akquirieren und die Bürger der Gemeinde – ohne den berüchtigten erhobenen Zeigefinger - auf den eingeschlagenen Weg mitzunehmen. Mit Schulen und Kindergärten, dem zuständigen Forstamt und Landwirten will man eng kooperieren, ebenso natürlich mit der Gemeinde, dem Gemeinderat und weiteren Vereinen und Institutionen. Zum Beispiel steht die Wiederbelebung einer Streuobstwiese mit alten Obstsorten ebenso auf der Agenda wie die Renaturierung einer Lehmgrube und so einiges mehr; der Umweltbildungsgedanke soll dabei nicht zu kurz kommen. Die BUND-Ortsgruppe Behringen-Craula will vor allem auch Zeichen setzen, wie man zur Freude und zum Vorteil Aller die heimische Natur und Landschaft vor der Haustür am Nationalpark Hainich weiter aufwerten kann. (K. Fink)

Ortsverband Mosbach

In Mosbach, südöstlich von Eisenach gibt es eine neue Ortsgruppe. Nach intensiven Aktivitäten der DEGES zur Eröffnung des Raumordnungsverfahrens und Planugen zur Umverlegung der B19 an Mosbach vorbei entschlossen sich der Bürgerverein Mosbach und die Ortsgruppe des BUND zu gemeinsamen Widerstand gegen die geplanten Neutrassierungen. mehr



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