Willkommen auf der Seite des BUND Eisenach und Wartburgkreis

Aufbau Krötenschutzzaun Thal, B88

es ist wieder soweit:
Die Amphibienwanderzeit beginnt angesichts der anhaltend milden Wetterlage in diesen Tagen, weshalb wir hiermit den Aufruf starten möchten, Euch rege am Aufbau unseres 600 Meter langen Amphibienschutzzaunes an der B88 in Thal zu beteiligen - jede helfende Hand wird gebraucht.

 Wir werden am 16. März aufbauen.

Der Treffpunkt um 9.00 Uhr an der B88 in Thal am Parkplatz Ortsausgang Richtung Seebach (linke Straßenseite). Je mehr wir sind, desto schneller geht der Aufbau. Für Imbissversorgung vor Ort ist gesorgt.

Anmeldungen bitte an: Klaus Fink klausfink@kabelmail.de

Weitere Details zu den Veranstaltungen finden Sie in unserem interaktiven Kalender.

 

 

Pflegeeinsatz in Wilhelmsthal

Am 23.02.2019 um 9.00 Uhr trafen sich bei -2 Grad C die aktiven Mitglieder des BUND Kreisverbandes Wartburgkreis/Eisenach Olaf Busch, Hans-Jörg Hoffmann, Bernd Horstmann, Uwe Lindner, Denise Niewollik, Anke und Nordian Renner sowie Freimut Umlauf in Wilhelmsthal. Die Biotoppflege findet alljährlich am Südostufer des Mühlteiches, siehe Bild 1, linke Fläche mit 2.000 qm und im unteren Katztal, siehe rechte Fläche mit 15.000 qm, statt. Gemäß Förderrichtlinie wird die zweite Fläche von der Unteren Naturschutzbehörde des Wartburgkreises unterstützt. Diese Pflegearbeiten waren mit dem Forstamt Marksuhl, mit der Revierförsterin Ariane Rudloff, vor Ort abgestimmt und wurden so z.B. durch Baggerarbeiten zur Gelände- und Grabenregulierung unterstützt. Diese sind insbesondere auch auf die aktuelle Managementplanung zum angrenzenden Natura 2000 Gebiet NW Thüringer Wald zurückzuführen. Dadurch wurde das Gewässer als Reproduktionsgewässer für den im Gebiet geschützten Kammolch aufgewertet.

Vor Beginn der Pflegearbeiten, hatte der Vorsitzende des Kreisverbandes und ehrenamtliches Mitglied im Naturschutzbeirat der Oberen Naturschutzbehörde des Freistaates Thüringens Nordian Renner einen Bearbeitungsstand zu den durch das Forstamt Marksuhl durchgeführten Baggerarbeiten, die Einweisung zu Amphibien und Orchideen sowie zu den anstehenden Arbeiten gegeben.

Dabei nannte er unter anderem das Vorkommen von Erdkröte, Bergmolch, Teichmolch, Fadenmolch und Kammmolch sowie des Breitblättrigen Knabenkrautes im vorbezeichneten Areal. Als Schwerpunkt der diesjährigen Pflege standen das Auslichten von Stockausschlägen, die Beseitigung von Gehölzanflug sowie das Beschaffen von Steinen für die Dammverstärkung.

Vor Beginn der Pflegemaßnahme erfolgte noch eine Arbeitsschutzbelehrung nach § 5 ArbSchG durch den Vorsitzenden. Danach wurden für die verschiedenen Aufgaben drei Arbeitsgruppen gebildet. Als Beispiel hier, das Beräumen des Schnittgutes am Südostufer des Mühlteiches, siehe Bilder 2 und 3. Die anderen waren nach der Pflege im Katztal mit der Beschaffung der Steine für die Dammverstärkung beschäftigt. Die ersten Frühblüher, Schneeglöckchen Galanthus nivalis, die gesichtet werden konnten, zeigt Bild 1.

Der BUND- Kreisverband pflegt schon seit den 1990er Jahren, da ursprünglich im sumpfigen Erlenbruch die Sumpfdotterblume Caltha palustris als geschützte Art aufgefunden wurde. Eine weitere Kostbarkeit war das Breitblättrige Knabenkraut Dactylorhiza majalis, das jedoch  in den letzten Jahren am Mühlteich nicht mehr nachgewiesen werden konnte.

Herzlichen Dank allen Naturfreunden für ihren Einsatz!

 

 

9. Februar 2019

Biotoppflege auf dem Kleinen Reihersberg - Lebensraum für Kuhschelle und Orchideen

Foto: BUND Wartburgkreis, K. Fink

Eisenach. Letzten Samstag rückten bei trockenem, teils sonnigem, aber sehr windigem Wetter insgesamt sechs Mitglieder von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Arbeitskreis Heimische Orchideen (AHO) zum Kleinen Reihersberg aus, um dort ein etwa 0,1 Hektar großes Kalkmagerrasen-Terrain zu pflegen. Ziel ist es, vor Ort die Bestände an Gemeiner Kuhschelle und Orchideen-arten wie etwa Purpur-Knabenkraut und Pyramiden-Knabenkraut zu erhalten und zu fördern. Zu den botanischen Kostbarkeiten am sonnenbeschienenen Südosthang des Kleinen Reihersberges gehören außerdem Silberdistel, Kleines Habichtskraut und noch einiges mehr an Blumen und Kräutern.

BUND und AHO sind schon seit den 1990er Jahren in Abstimmung mit dem Eigentümer der Fläche und der Unteren Naturschutzbehörde ehrenamtlich vor Ort tätig. Unterlässt der Mensch die alljährliche manuelle Pflege, so überwuchern zum Beispiel Rosengewächse, Kiefernanflug und zunehmend auch Moose allmählich den Magerrasen, wodurch sich die Bedingungen für ein Gedeihen der seltenen Kostbarkeiten verschlechtern würden. Daher waren Biotoppfleger von BUND und AHO gemeinsam zugange, um zum Beispiel Schösslinge von Weiß- und Schwarzdorn per Freischneier, Axt und Rechen zu beseitigen; auch das Entfernen der Moosdecke machte sich an einigen Stellen erforderlich. Immens viel gab es am Samstag indes nicht zu tun, denn der knochentrockene „Supersommer“ 2018 hatte kein großes Pflanzenwachstum zugelassen. Man hofft nun, dass ab etwa Mitte März die Gemeine Kuhschelle zahlreich blüht und im Frühsommer auch Orchideen gedeihen. Die hier heimischen Raritäten werden seit Jahren auch quantitativ erfasst.

Der Gehölzschnitt wurde an den Rändern der Magerrasenzone aufgeschichtet, um unter anderen Wildschweinen den Zugang zu erschweren. Für das Schwarzwild wird es indes noch schwerer, wenn Hundekot und Menschenhaare rings um den Kalkmagerrasen ausgebracht werden, was BUND-Mitglieder seit 2017 tun. In der Vergangenheit kam es vor, dass Sauen und Keiler auf der Suche nach Fressbarem die Wurzelknollen von Orchideen ausgegraben und vertilgt haben. Der Kalkmagerrasen auf dem Kleinen Reihersberg hat den Status „Gesetzlich geschütztes Biotop“.

 

 

20. April 2017

Amphibienschutzzaun an der B88 in Thal abgebaut

Foto: BUND Wartburgkreis, K. Fink

Die Krötenwandersaison 2017 ist beendet. Deshalb bauten Mitglieder des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Kreisverband Wartburgkreis & Eisenach, sowie Mitglieder von Angelverein Hörseltal und weitere engagierte Einheimische den rund 600 Meter langen Amphibienschutzzaun in Thal an der Bundesstraße (B) 88 wieder ab.


Der Zaunabbau unter Regie von Ronny Füldner (IG Fledermausschutz und -forschung), bei dem am Karfreitag 14 Engagierte mithalfen, ging recht schnell vonstatten. Allen am Auf- und Abbau des Krötenzaunes sowie an der täglichen Eimerkontrolle Beteiligten spricht der BUND Kreisverband hiermit seinen großen Dank und dickes Lob aus.


Inzwischen liegen die Zahlen zu den zwischen 11. März und 14. April an der B88 geretteten Amphibien vor: Insgesamt 290 Erdkröten und zwei Grasfrösche haben Ronny Füldner und seine Mitstreiter in der Statistik erfasst. Die Tiere hatten sich an den wenigen Regentagen in den Eimern gesammelt. Damit scheint zumindest die Erdkröten-Population gegenüber 2016 (237 Tiere) nicht weiter rückläufig zu sein.


Noch vor einigen Jahren wurden vom Heimatverein Thal regelmäßig mehr als 1000 Kröten pro Wandersaison eingesammelt; für den Rückgang in den letzten Jahren macht der BUND vor allem die überwiegend knochentrockene Witterung zur Krötenwandersaison verantwortlich.


Der Erhalt der Amphibien-Population in Thal, die Erdkröten kommen hauptsächlich aus dem Gebiet des Scharfenberges und wandern zum „Balliser Loch“, ist seit 2017 Projekt unter Federführung des BUND im Rahmen des Natur- und Landschaftsprogramms (NALAP) des Freistaates Thüringen. Die Statistik 2017 ist Grund genug, auch in den nächsten Jahren für den Erhalt der Population weiter am Ball zu bleiben. Dazu reift derzeit auch eine Idee, südseitig der B88 ein geeignetes Laichrefugium zu schaffen, damit die Amphibien die B88 gar nicht erst überqueren müssen. Hierbei müssten allerdings noch weitere Beteiligte eingebunden werden und vor allem die Bedingungen stimmen, damit diese Idee funktionieren kann.


K. Fink

BUND-Ortsgruppe Behringen-Craula gegründet

Neuer Ortsverband Behringen-Craula (Foto: K. Fink)

Hütscheroda. In der Osterwoche 2014 gründeten sieben Mitglieder des BUND Eisenach-Wartburgkreis die BUND Ortsgruppe Behringen-Craula. Sie ist ab sofort eine weitere Untergliederung des BUND-Kreisverbandes sowie des BUND Landesverbandes Thüringen. Zum Vorsitzenden wurde Wolfgang Zott (Apotheker und Mitglied im Gemeinderat) gewählt, zum stellvertretenden Vorsitzenden Pfarrer Uwe Kempe. Thomas Mölich, Leiter des BUND-Artenschutzprojektes „Rettungsnetz für die Wildkatze“, wurde zum Beisitzer gewählt; der studierte Wildbiologe ist mit seiner hohen naturschutzfachlichen Kompetenz und langjährigen Erfahrung weit über Thüringens Grenzen hinaus geschätzt. An der Gründung wirkte auch Klaus Fink in seiner Ehrenamtsfunktion als Vorstandsmitglied des BUND Kreisverbandes Wartburgkreis & Eisenach mit.

Auf ihrer ersten Zusammenkunft lieferten die Versammelten, einige von ihnen traten spontan dem BUND als Mitglied bei, bereits konkrete Vorschläge, welche Projekte im Rahmen des ehrenamtlichen Naturschutzes vor Ort angekurbelt und umgesetzt werden könnten. Dabei sei es wichtig, weitere Verbündete zu finden, Fördermittel zu akquirieren und die Bürger der Gemeinde – ohne den berüchtigten erhobenen Zeigefinger - auf den eingeschlagenen Weg mitzunehmen. Mit Schulen und Kindergärten, dem zuständigen Forstamt und Landwirten will man eng kooperieren, ebenso natürlich mit der Gemeinde, dem Gemeinderat und weiteren Vereinen und Institutionen. Zum Beispiel steht die Wiederbelebung einer Streuobstwiese mit alten Obstsorten ebenso auf der Agenda wie die Renaturierung einer Lehmgrube und so einiges mehr; der Umweltbildungsgedanke soll dabei nicht zu kurz kommen. Die BUND-Ortsgruppe Behringen-Craula will vor allem auch Zeichen setzen, wie man zur Freude und zum Vorteil Aller die heimische Natur und Landschaft vor der Haustür am Nationalpark Hainich weiter aufwerten kann. (K. Fink)

Ortsverband Mosbach

In Mosbach, südöstlich von Eisenach gibt es eine neue Ortsgruppe. Nach intensiven Aktivitäten der DEGES zur Eröffnung des Raumordnungsverfahrens und Planugen zur Umverlegung der B19 an Mosbach vorbei entschlossen sich der Bürgerverein Mosbach und die Ortsgruppe des BUND zu gemeinsamen Widerstand gegen die geplanten Neutrassierungen. mehr



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